E-Lade-Infrastruktur

 

Der Betrieb von Ladestationen ist ein sehr schnell wachsendes Segment, sowohl im Privatbereich, als auch im öffentlichen und gewerblichen Bereich. Das primäre Ziel beim Betrieb von Ladestationen muss ein möglichst netzdienliches Verhalten sein. Das heißt, dass viele Ladestationen kleiner Leistung möglichst viele Autos versorgen. Wenn möglich sollten die Ladestationen mit einem intelligenten Lastmanagement betrieben werden, im optimalen Fall ist dieses Lastmanagement auch mit dem Lastmanagement des Betriebes vernetzt. Darüber hinaus könnten bidirektionale Ladestationen in Zukunft sogar Speichersysteme in Betrieben ergänzen oder gar ersetzen, also nicht nur als netzdienlicher Verbraucher, sondern sogar als flexibler Erzeuger fungieren. 

Als Erlöspfad für einen Speicher ist jedoch der entgegengesetzte Fall zu betrachten: Neben der möglichst netzdienlichen Ladung benötigt speziell die Langstrecken-E-Mobilität auch Schnell-Lademöglichkeiten. Da auf der Langstrecke möglichst kurze Lade-Phasen und deswegen schnelle Ladevorgänge sehr wichtig sind, sind hier Leistungen ab 50kW üblich, aktuell werden schon 150kW genormt, in einzelnen Projekten werden bereits 350kW realisiert – jeweils pro Ladepunkt! Dafür müssen Momentanleistungen bis in den Megawattbereich angeboten werden. Ein Lastmanagement ist für diesen Anwendungsfall nicht sinnvoll, denn der Kunde wartet auf die Weiterfahrt und braucht deswegen die hohe Leistung.

In jüngerer Zeit kommen auch vermehrt rein elektrische LKW für den Fernverkehr auf den Markt, diese benötigen teilweise Leistungen im MW-Bereich schon für einzelne Fahrzeuge. Ein weitere Anwendungsfall sind elektrisch betriebene Busse, die in den meist begrenzten Stillstandszeiten geladen werden müssen. Solche Leistungen können viele Netzanschlüsse nicht zur Verfügung stellen, deswegen sind Speicher-systeme als Puffer sinnvoll. Die Schnell-Ladung muss also in diesem Fall den Speicherbetrieb finanzieren. Ebenso sind natürlich auch für diesen Fall Kombinationen denkbar, z.B. Speichersysteme, die zu-sätzlich PRL anbieten oder Unternehmen, die mit vorhandenen Speichersystemen Schnell-Lade-Serviceleistungen bieten. Die Erlöse dieser Dienstleistung und damit der Beitrag zur Speicher-Wirtschaftlichkeit sind aber in jedem Falle sehr individuell zu betrachten, pauschale Ansätze gibt es dafür bisher nicht.

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Dipl.-Ing. Hans Urban
Ingenieur der Fachrichtung Elektrotechnik,
langjährige Erfahrung im Bereich Erneuerbare Energien,

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