Quartierspeicher

 

In sehr vielen Anfragen zu Speicherprojekten wird immer wieder der Begriff „Quartierspeicher“ thematisiert. Gemeint ist damit meist die Zusammenfassung von Verbrauchern, wie z.B. mehrere Mieter in einem Haus oder auch mehrere Häuser in einem umgrenztem Baugebiet, die sich zusammen bestimmte Einrichtungen teilen. Typische gemeinsam nutzbare Anlagen sind z.B. PV-Anlagen, Blockheizkraftwerke, elektrische Energiespeicher, aber auch Wärmespeicher oder Wärmenetze. Während aber z.B. Wärmenetze problemlos durch mehrere Verbraucher gemeinsam genutzt werden können, können ähnliche Modelle im Strombereich derzeit in der Praxis kaum angewendet werden, weil jedem Nutzer über den örtlichen Netzbetreiber stets der Zugang zu einem beliebigen Energieversorger möglich sein muss.

Die Anwendung von Speichern für Quartierskonzepte wäre aber in jedem Falle auch im Strommarkt für alle Beteiligten, insbesondere aber für die Verbraucher von Vorteil:

  • Einsparpotential durch vergleichsweise hohe Strompreise der einzelnen Kleinverbraucher bei Einzelbezug
  • Günstige Speicherauslegung durch statistische Streuung der einzelnen Kleinverbraucher im Quartier
  • Kostengünstige Eigenerzeugung durch PV-Anlagen
  • Kostengünstige Eigenerzeugung durch BHKWS
  • Einbindung von Ladeeinrichtungen für E-Fahrzeuge
  • Mögliche Flexibilisierung durch Ladeeinrichtungen für E-Fahrzeuge mit Lastmanagement
  • Nutzung von Skaleneffekten durch größere Einheiten (PV, Speicher usw.)


Die Anwendung von Quartierskonzepten ist dann möglich, wenn das „Quartier“ seine elektrische Energie über einen einzigen gemeinsamen Zähler von außen beziehen und intern an die einzelnen Nutzer verrechnen darf. Der dann u.U. nicht mehr vollkommen diskriminierungsfreie Zugang zu verschiedenen Energieversorgern wird in jedem Falle durch hohe Kostenvorteile kompensiert, sie sich durch die gemeinsame Nutzung der Einrichtungen im Quartier ergeben.

 

 

 

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