Unterbrechungsfreie Stromversorgung

 

Existenzgrundlage eines jeden gewerblichen Betriebes ist im Allgemeinen ein Produktionsablauf. Bei Dienstleistern kann dieser „Produktionsablauf“ auch ein Kommunikationsprozess mit dem Kunden oder der Betrieb von Netzen und Servern sein, das gemeinsame Merkmal ist immer die Wertschöpfung – und diese ist mehr oder weniger immer von einem funktionierenden Netz abhängig. Im Falle von Stromausfällen geht nicht nur die gesamte Wertschöpfung für den betroffenen Zeitraum verloren, sondern die Folgen sind meist Datenverlust oder Produktverlust durch Prozessunterbrechungen. Die Kosten solcher Ausfälle werden i.a. vollkommen unterschätzt bzw. nur in solchen Unternehmen betrachtet, die ein aktives Risikomanagement betreiben. Durch den Einsatz eines Speichers können je nach Dimensionierung bei Netzunterbrechungen bestimmte Bereiche eines Produktionsprozesses über eine gewisse Zeit aufrechterhalten werden. 

Grundsätzlich zu unterscheiden ist die Überbrückung von Kurzunterbrechungen und die Überbrückung von echten Versorgungsausfällen. Bei Kurzunterbrechungen sind die wesentlichen Größen die maximale Ausfallzeit, bis der Speicher die Versorgung übernehmen kann (im Allgemeinen im Millisekunden-Bereich), sowie die Leistung des Speichers. Die maximale Ausfallzeit muss so kurz sein, dass alle relevanten Systeme ohne Ausfall weiterbetrieben werden können. Die Leistung des Speichers muss für die Systeme ausreichend sein, die zum relevanten Zeitpunkt im Netz betrieben werden. Bei echten Versorgungsausfällen kommt als relevante Größe der Energieinhalt des Speichers dazu, der die maximale Überbrückungszeit begrenzt. Die wirtschaftliche Betrachtung dieses Erlös-Cases ist in jedem Falle sehr individuell, denn es muss zum einen die Ausfallwahrscheinlichkeit bewertet werden, zum anderen sind die Verluste möglicher Produktionsausfälle bis hin zu den Folgekosten von fehlerhaften Produkten oder Schadensbeseitigungen in der Produktion zu bewerten. Hier ist in jedem Falle eine intensive Abstimmung mit dem Kunden notwendig. Ganz wichtig ist für diesen Erlösfall eine realistische Bewertung der tatsächlichen Potentiale. Dabei ist zu beachten, dass für den Peak-Shaving-Einsatz wirtschaftlich dimensionierter Speicher i.a. kaum mehr als 10% bis 20% der Netz-Bezugsleistung liefern kann. Für eine echte Ausfallüberbrückung wäre also eine wesentliche größere Dimensionierung des Speichers erforderlich. Einen Kompromiss kann in diesen Fällen die Kombination von Speichersystemen mit einem geeigneten Lastabwurf-Verfahren darstellen, das Verbraucher niedrigerer Priorität (z.B. Heizungen, Kühlungen) so schnell abschalten kann, dass die kritischen Verbraucher hoher Priorität (z.B. Steuerungssysteme) vom Speicher weiterversorgt werden können. Solche Systeme müssen in enger Abstimmung mit der Produktion individuell projektiert werden, können aber dann u.U. sehr viel Nutzen für den Kunden generieren, indem sehr hohe Folgekosten für Ausfälle weitgehend vermieden werden können. Werden Speicher vorwiegend für diesen Einsatzfall ausgewählt und müssen nicht zusätzlich regelmäßigen hochdynamischen Ansprüchen genügen, so ist i.a. der Einsatz normaler Blei-Systeme ausreichend und kann gegenüber Lithium-Systemen nach wie vor Preisvorteile bieten.

 

 

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